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Tavira

Tavira

Bevölkerung: 13.400 Seit: Roman era, town from around 1890 BC Preis: Mid-range

Einführung

Tavira liegt am Fluss Gilão, dort wo die Algarve langsamer wird. Die Altstadt teilt sich auf zwei Ufer, die eine niedrige Bogenbrücke verbindet, mit einem Fundament aus der Römerzeit darunter. In den Gassen oberhalb des Flusses wird der Verkehr dünner, und man hört mehr Kirchenglocken als Roller. In der eigentlichen Stadt leben rund 13.000 Menschen, und es kippt nie ganz in die Menschenmassen um, die man in Albufeira findet.

Der Reiz liegt in der Mischung: eine Burg auf dem Hügel, mehr als dreißig Kirchen und die Lagune Ria Formosa nur eine kurze Bootsfahrt entfernt. Die Strände liegen auf vorgelagerten Inseln, also braucht es eine Fähre oder die kleine Bahn nach Praia do Barril, um Sand zwischen die Zehen zu bekommen. Im Sommer ist es voll, aber Frühling und Herbst bleiben ruhig und warm.

Sightseeing

Castelo de Tavira: maurische Mauern, nach 1242 wieder aufgebaut, steig hinauf für die beste Aussicht über die Dächer.
Igreja da Misericordia: Renaissance-Kirche in der Rua da Galeria, wegen des geschnitzten Portals und der Kacheln lohnt sich ein Blick hinein.
Römische Brücke: Übergang mit sieben Bögen über den Gilão, mittelalterlich gebaut auf römischen Fundamenten, nur für Fußgänger.
Alter Olivenbaum bei Pedras de El-Rei: über 2000 Jahre alt, einer der ältesten Portugals, innerhalb der Ferienanlage.
Thunfischmuseum: freier Eintritt im Hotel Vila Galé Albacora, in der Nebensaison geschlossen.
Santa Maria do Castelo: Kirche neben der Burg, birgt Gräber von Rittern aus der Reconquista.

"River town at the Algarve's quiet edge"Tavira

Aktivitäten

Bootstour durch die Ria Formosa: beobachte Flamingos, Störche und Eisvögel in den Lagunenkanälen.
Praia do Barril: erreiche den Strand mit der kleinen Bahn von Pedras de El-Rei aus, vorbei am alten Ankerfeld.
Ilha de Tavira: Fähre von Quatro Águas zur Sandbankinsel und den langen, offenen Stränden.
Kutschfahrt: gemächliche Runde durch die alten Straßen, wenn du die Architektur im Schritttempo erleben willst.
Tuk-Tuk-Fahrt: leise elektrische Variante hinaus zu den Rändern des Naturparks.
Stadt erklimmen: schlendere durch die Gassen oberhalb des Flusses, ohne feste Route.
Lokales Essen und Trinken - Tavira

Lokales Essen und Trinken

Folhado de Tavira: Blätterteiggebäck mit Zucker bestäubt, die lokale Süßigkeit, die man probieren sollte.
Atum: Thunfisch ist hier der historische Fang, gegrillt oder als Bohneneintopf.
Oktopusreis: Arroz de polvo, findet man oft auf den Speisekarten am Fluss.
Artefact: kleiner Laden in der Rua das Capacheiras, der eigenes Obst und Gemüse verwendet, Hauptgerichte rund 5 bis 19 Euro.
Sardinen: im Sommer gegrillt und günstig, am besten in einer einfachen Tasca.
Lokale Traditionen - Tavira

Lokale Traditionen

Festa da Ria Formosa: sommerliches Essens- und Musikfest rund um die Lagune und ihre Meeresfrüchte.
Karwoche: Prozessionen von der Misericordia-Kirche durch die Altstadt.
Thunfisch-Erbe: die Vergangenheit des Almadraba-Fangs zeigt sich noch in lokalen Gerichten und im Museum.
Prozessionen an Heiligentagen: mehrere Kirchen feiern übers Jahr ihre eigenen Festtage.

Geschichte

Der Legende nach wurde der Ort um 1890 v. Chr. unter dem Namen Talabriga gegründet, auch wenn die gesicherte Geschichte erst mit den Römern beginnt, die das Fundament der Brücke bauten, die noch heute genutzt wird. Unter arabischer Herrschaft wuchs Tavira neben Faro und Silves zu einer der wichtigsten Städte der Algarve heran. 1242 nahm ein christliches Heer die Stadt ein, und die Burg und Kirchen, die du heute siehst, entstanden ab dieser Zeit.

Der Thunfischfang trug die Stadt über Jahrhunderte, und sein Reichtum bezahlte die vielen Kirchen innerhalb der alten Mauern. Das Erdbeben von 1755 richtete an der Algarve große Schäden an, und Tavira baute in den Jahren danach wieder auf. Als der Thunfischhandel zurückging, übernahmen der Tourismus und der Naturpark Ria Formosa als wichtigste Einnahmequelle.

Wissenswertes

Die Strände liegen auf Inseln: du brauchst eine Fähre von Quatro Águas oder die Bahn nach Barril, in der Stadt selbst gibt es keinen Strand.
Saisonale Schließungen: das Thunfischmuseum und einige Hotels schließen in der Nebensaison, prüf das vorher.
Im Sommer ist das Parken in der Altstadt schwierig, lass das Auto draußen und geh zu Fuß.
Fahrpläne der Fähren werden außerhalb der Saison dünner, versichere dich, wann das letzte Boot zurückfährt.

Do's und Don'ts

Steig kurz vor Sonnenuntergang auf die Burgmauern, wegen der Aussicht.
Nimm die kleine Bahn nach Barril und mach den Spaziergang übers Ankerfeld.
Buch eine Bootstour durch die Ria Formosa früh am Tag, wegen der Vögel.
Probier das Folhado aus einer örtlichen Bäckerei, nicht aus einer Kette.
Erwarte keinen Strand in der Stadt selbst, du musst übers Wasser fahren.
Fahr im Juli oder August nicht mit dem Auto in die Altstadt.
Lass die vorgelagerten Inseln nicht aus, deswegen kommt man ja hierher.
Geh nicht davon aus, dass im Winter alles läuft, viele Orte haben geschlossen.

Gut zu wissen

Barrierefreiheit: Riverside flats and the main square are workable, but the castle and upper lanes have cobbles and slopes.
Price level: mid-range

Foto: Wikipedia / Wikimedia Commons