Einführung
Der Alentejo bedeckt etwa ein Drittel Portugals, die weiten Ebenen südlich des Tejo und nördlich der Algarve. Korkeichen, Weizenfelder und langsame Straßen prägen die Landschaft. Die Entfernungen zwischen den Dörfern sind groß, und die Orte schließen früh. Die Sommerhitze übersteigt im Juli und August regelmäßig 40 Grad, deshalb bevorzugen viele Reisende den Frühling oder Herbst.
Hierher kommt man für weiß getünchte Hügelstädte, Marmorsteinbrüche rund um Estremoz und einige der besten Rotweine Portugals. Evora ist der übliche Ausgangspunkt. Die Küste, die Costa Vicentina, hat kaltes Atlantikwasser und Wanderwege an den Klippen. Nimm ein Auto mit: Busse sind rar und erreichen nur wenige Orte.
Sightseeing
Lokales Essen und Trinken
Lokale Traditionen
Geschichte
Die Menschen ließen sich früh in diesen Ebenen nieder: die Steine von Almendres sind rund 7.000 Jahre alt. Die Römer bauten Evora und seinen Tempel, und die Mauren hielten die Region jahrhundertelang, bevor die Reconquista im 12. und 13. Jahrhundert nach Süden vordrang. Der Avis-Orden und später die Krone teilten das Land in große Güter auf, die Latifundien, die von Saisonarbeitern bestellt wurden.
Dieses Gutssystem prägte die Armut und die Politik des Alentejo. Nach der Revolution von 1974 besetzten Landarbeiter in einer Welle der Kollektivierung das Land. Auswanderung und Mechanisierung haben die Dörfer seither ausgedünnt. Heute treiben Wein, Kork und Olivenöl die Wirtschaft an, dazu der Alqueva-Staudamm, der größte künstliche Stausee Europas, der 2002 fertiggestellt wurde.
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